2 Jahre Ostfrieslandkrimiautorin – Jubiläumsinterview mit Susanne Ptak
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Anfang dieser Woche erschien „Hochzeitsmord“, das neue Buch von Susanne Ptak. Außerdem feiert sie in Kürze Jubiläum – 2 Jahre Ostfrieslandkrimi-Autorin! Mit www.ostfrieslandkrimi.de plaudert sie über ihren neuen Krimi, über die letzten beiden Jahre und darüber, was die Fans ihrer Geschichten 2016 erwartet. Außerdem findet sich im Interview ein Tipp für Kurzentschlossene: Am morgigen Samstag kann man Susanne Ptak bei einer Lesung in Leer live erleben!
Diese Woche ist Ihr neuer Ostfrieslandkrimi „Hochzeitsmord“ erschienen. Was erwartet interessierte Leser?
Ein, wie ich hoffe, wieder spannender Krimi, in dem die Leser natürlich auch erfahren, wie es im Leben der Spinngruppen-Mitglieder weitergeht:
Noch am Tag vor seiner Hochzeit mit der hochschwangeren Martha muss sich Hauptkommissar Werner Harms mit dem Mord an einer Krankenschwester befassen. Doch damit nicht genug. Während die Hochzeitsgäste vor der Kirche auf das Eintreffen der Braut warten, wird auch der Pastor tot aufgefunden! Stehen die beiden Mordfälle in Zusammenhang?
Wieder einmal geraten Britta und Martha mitten ins Geschehen und als es richtig brenzlig wird, setzen bei Martha die Wehen ein! Wird alles gut gehen? Und werden Martha und Werner am Ende ein glückliches Brautpaar sein? Wer das wissen will, sollte den „Hochzeitsmord“ lesen.
Wenn wir richtig recherchiert haben, feiern Sie in Kürze Ihr zweijähriges Jubiläum als Ostfrieslandkrimi-Autorin – als Ausgangspunkt die Veröffentlichung von „Grünlandmord“ im Februar 2014 genommen. Wie hat sich Ihr Leben in dieser Zeit, seit der Veröffentlichung von „Grünlandmord“, verändert?
Grünlandmord war der erste Ostfrieslandkrimi von Susanne Ptak
Ja, das ist richtig recherchiert. Am 3. Februar 2014 wagte ich es, den Grünlandmord der Leserschaft vorzustellen. Seitdem hat sich mein Leben grundlegend verändert, allerdings nur zum Positiven!
2010 machte ich mich mit einer kleinen Schafskäserei selbständig. Eine schöne Arbeit, die ich sehr geliebt habe, die aber auch körperlich sehr anstrengend ist. Allen Medienberichten zum Trotz sind darüber hinaus nur die wenigsten Verbraucher daran interessiert, Produkte direkt beim Landwirt zu kaufen, und so ist es auch noch ungemein schwierig, mit einem kleinen Betrieb seine Brötchen zu verdienen, denn es ist unmöglich, Supermärkte zu beliefern und auch noch von den Dumpingpreisen, die diese zahlen, leben zu können. Das funktioniert nur mit Massenproduktion …
Mit dem „Grünlandmord“ habe ich mir quasi ein wenig den Frust von der Seele geschrieben, denn wenn man sich auf dem Wochenmarkt auch noch sagen lassen muss, dass die Produkte wohl sehr gut, aber auch zu teuer seien, dann hat man irgendwann Mordgedanken …
Allerdings hätte ich mit dem, was dann passierte, niemals gerechnet! Von Anfang an war dieser Krimi ein Renner und es dauerte nicht lange, bis abzusehen war, dass ich vom Schreiben besser würde leben können als von der Käserei. So haben wir die Schafe in ihre wohlverdiente Rente geschickt. Sie ‚mähen‘ jetzt unseren Rasen und spenden mir einmal im Jahr ihre Wolle und ich widme mich nun ausschließlich dem Schreiben, was – nebenbei gesagt – mir noch mehr Freude macht als die Käserei.
In einem Interview sagten Sie, dass Sie sehr früh, bereits in der Kindheit, eine Leidenschaft für das Schreiben entwickelt haben. Haben Sie eine ähnliche Leidenschaft auch für das Lesen? Und wenn ja, gibt es ein Lieblingsgenre und Lieblingsautoren, deren Werke Sie besonders gern mögen?
Zuerst war da die Leidenschaft fürs Lesen. Mutter und Oma hatten mir schon immer viel vorgelesen, aber das war mir nicht genug. Damals gab es diese kleinen Pixi-Bücher. Mein Lieblingsbuch war „Däumelinchen“. Sie mussten es mir so lange vorlesen, bis ich es auswendig kannte, und dann habe ich so getan, als würde ich selbst lesen. Offenbar habe ich dabei tatsächlich lesen gelernt, denn als ich eingeschult wurde, konnte ich das meiste schon lesen. Nachdem ich auch die schwierigeren Wörter beherrschte, habe ich mich wild auf alle verfügbaren Pferdebücher gestürzt. Meine Lieblingsbücher waren jedoch die 5 Freunde von Enid Blyton.
Heute sind meine Lieblingsgenres Krimi (wer hätte es gedacht?) und Fantasy. Direkte Lieblingsautoren habe ich eigentlich nicht – dazu gibt es zu viele. Allerdings gibt es in meinen Bücherregalen einige Bücher, die man schon vorsichtig anfassen muss, weil ich sie so oft gelesen habe. Dazu zählen: J.R.R. Tolkien – Der Herr der Ringe, Marion Zimmer-Bradley – Die Nebel von Avalon, Stephen King – ES, Michael Ende – Die unendliche Geschichte und Jodie Picoult – Die einzige Wahrheit.
Wenn Sie eine Idee für einen neuen Krimi umsetzen, ist ja bestimmt oft viel Recherche notwendig. Wie gehen Sie dabei vor? Was war bisher die aufwendigste Recherchearbeit für Ihre Geschichten?
Eigentlich ist meine Recherchearbeit nie besonders aufwendig. Ich bin mit zwei Polizeibeamten befreundet, die mir bei Fragen zum Polizeidienst weiterhelfen, und vieles recherchiere ich im Internet. Äußerst praktisch, denn das kann man während des Schreibens erledigen. Der aufwendigste, aber auch beste Teil der Recherchearbeit ist die Umgebungsrecherche, denn ich sehe mir gerne persönlich an, wo ich meine Mordopfer ablege. Aber das ist ja hier, im schönen Ostfriesland, ein Vergnügen und keine Arbeit.
Umgebungsrecherche ist im schönen Ostfriesland keine Arbeit, sondern ein Vergnügen
Im Jahr 2015 waren Sie unglaublich produktiv und haben für den Klarant Verlag 6 Krimis geschrieben. Was erwartet die Fans Ihrer Geschichten im Jahr 2016? „Hochzeitsmord“ ist ja schon Teil 8 der Spinnkrimi-Reihe! – Wird die Serie dieses Jahr vielleicht sogar zweistellig? Und wird es auch 2016 wieder die eine oder andere Lesung mit Susanne Ptak geben?
Auch 2016 sind schon mehrere Lesungen mit Susanne Ptak geplant. Die erste bereits am morgigen Samstag in Leer!
Zurzeit schreibe ich gerade am 9. Teil der Spinnkrimi-Reihe und ja, auch Teil 10 ist für dieses Jahr geplant. Außerdem wird es zwei weitere Kriminalfälle geben, die den Einsatz der pensionierten Rechtsmedizinerin Dr. Josefine Elisabeth Brenner erfordern.
Die erste Lesung dieses Jahres findet am Samstag, dem 23. Januar, statt. Unter dem Titel „Blues, Rock & Crime“ lese ich gemeinsam mit einer lieben Autorenfreundin im Kulturspeicher in Leer. Das Besondere an der Geschichte: Vor, zwischen und während den Lesungen spielt die Band „Veerkant“ Blues und Rock mit plattdeutschen Texten! Mein Mann ist übrigens der Leadgitarrist der Band :-). Ich bin schon sehr gespannt darauf!
Außerdem ist gerade eine gemeinsame Lesung mit Ele Wolff im Hotel „Ostfriesenhof“ in Planung. Und das Jahr ist ja noch jung – wer weiß, was noch alles kommt?
… wir lassen uns überraschen … herzlichen Dank für das Interview!
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